Problemfigur: viele Jungendliche sind mit dem eigenen Körper nicht zufrieden


problemfigur-jungendliche-unzufrieden-mit-dem-koerperHeutzutage sollten Eltern wissen, dass die Bezeichnung "Problemfigur" von Jugendlichen anders definiert wird, als noch vor einigen Jahren. Es geht nicht mehr darum, die Idealfigur zu haben, die sich einmal ganz einfach nach der Formel Körpergröße minus 100 minus 10 Prozent berechnet hat. Vor allem die Mädchen wollen am besten so dünn wie möglich sein, frei nach dem Spruch der Models "Man kann nie zu groß oder zu dünn sein". Da wird gehungert und erbrochen, Sport bis zur völligen Erschöpfung getrieben, Kalorien werden gezählt und die Energiewerte der Nahrung werden besser gekannt, als alles andere. Jedes Pfündchen zu viel wird kritisch beäugt und es wird alles daran gesetzt, so schnell wie möglich alles wieder loszuwerden. Ob die Figur am Ende noch schön und attraktiv ist, wird dabei weniger im Auge behalten, so lange nur noch eine Kleidergröße weniger drin ist.

Vorbild sind die überschlanken Models in Zeitschriften und im Fernsehen und die Schauspieler, die aussehen, als würde der nächste Windhauch sie einfach umpusten. Dabei wird von den Jugendlichen aber oft nicht bedacht, dass nicht alles so real ist, wie es scheint. Da wird hier ein wenig Fett abgesaugt und die Fotos für Zeitschriften werden manipuliert. Dank der modernen Technik ist heute alles möglich. Doch es sind nicht nur die Mädchen und Frauen, die sich mit der scheinbaren Problemfigur abkämpfen. Es werden auch immer mehr Jungen und junge Männer, die eine "Streichholzfigur" haben möchten und dem neuesten Schönheitsideal nacheifern. Immer mehr Jugendliche sind mit dem eigenen Körper nicht zufrieden. Dass die Hungerkuren und Diäten aber sehr viel Schaden anrichten können, wird nicht beachtet. Die Problemfigur, die genauer betrachtet gar keine ist, wird weggehungert und so bekommt der Körper nicht genügend Nährstoffe zugeführt. Gerade im Wachstum kann das verheerende Folgen haben.

Nun haben aber die Eltern, wenn sie das Problem erkannt haben, meist keinen Ansatzpunkt, etwas zu ändern. Gespräche können helfen, sind aber nicht immer erfolgbringend. Viele Jugendliche müssen sich tatsächlich in eine psychotherapeutische Therapie begeben, denn hinter dem Jagen nach der Traumfigur stecken oftmals psychische Probleme. Die Problemfigur ist nur ein Ventil für andere Probleme, denn die eigene Figur können die Jugendlichen weitgehend beeinflussen, alles andere nicht.

Foto: benicce / photocase.com