Handys für Kinder: 6 Tipps auf was Sie achten sollten


Viele Kinder ab neun Jahren besitzen bereits ein Handy und können es zum Telefonieren und Verschicken von SMS sinnvoll einsetzen. Das Smartphone oder ein anderes Gerät mit Internetzugang empfehlen die meisten Pädagogen erst ab dem Alter von etwa 12 Jahren, weil Kinder erst dann in der Lage sind, die vielfältigen Gefahren des Internets richtig einzuschätzen. Ein jüngeres Kind sollten Sie lieber erst einmal mit den Kosten und den allgemeinen Regeln zur Handynutzung vertraut machen, bevor es reif genug ist, auch das mobile Internet zu entdecken.

Tipp 1: Kostenfallen vermeiden mit einer Prepaid-Karte

Generell empfehlen sich für Kinder Handys mit Prepaid-Karte anstatt mit Postpaid-Vertrag. Denn wenn die Karte leer ist, können keine weiteren Kosten entstehen, für die Sie als Eltern aufkommen müssen. Viele Anbieter haben inzwischen auch spezielle Kinder- und Jugendtarife im Programm, bei denen Sie im Voraus einen monatlichen Höchstbetrag festlegen können.
Informieren Sie sich genau, für welche Zusatzdienste eventuell Gebühren entstehen können. Mithilfe der Einstellungen am Handy können Sie bereits versuchen, die Nutzung solcher Dienste einzuschränken.
Unsere Empfehlung: Prepaid von Netzclub

Tipp 2: Kind über die Gebühren aufklären

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Kind über die entstehenden Kosten für Gespräche und Nachrichten, damit es selbst ein Gefühl dafür entwickeln kann. Noch effektiver lernt ein Kind den Umgang mit Telefongebühren, wenn es einen kleinen Teil davon vom eigenen Taschengeld begleichen oder aber nach Erreichen eines Limits den Rest selbst übernehmen muss.

Tipp 3: Datenschutz und Sicherheitseinstellungen

Auch wenn Ihr Kind noch kein internetfähiges Handy nutzt, muss es von Anfang an darauf achten, seine persönliche PIN vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Wenn es dann ins Internet geht, sollte es auch verstanden haben, dass Fotos oder Nachrichten anderer nicht ohne deren Zustimmung hochgeladen werden dürfen. Außerdem müssen Sie dann noch einmal mit ihm darüber sprechen, wie es seine eigenen persönlichen Daten am besten vor unbefugter Verwendung und Verbreitung schützen kann.

Tipp 4: Handyzeiten begrenzen

Bestimmen Sie mit Ihrem Kind, dass zu bestimmten Gelegenheiten, wie beim Essen, bei Familienfeiern oder im Schulunterricht, das Handy ausgeschaltet bleiben oder in den lautlosen Modus umgestellt werden muss. Außerdem sollte die Nutzung pro Tag auf ein Zeitmaximum begrenzt werden, das nach Altersstufen variiert. Kinder unter 12 Jahren sollten sich noch nicht länger als eine Stunde am Stück mit dem Telefon beschäftigen, bei Kindern ab 13 Jahren gelten 70 Minuten täglich als Limit.

Tipp 5: Kindgerechte Apps

Wenn Sie Ihr Kind ins Internet lassen möchten, richten Sie mit ihm zusammen die Startseite ein und achten Sie darauf, nur kindgerechte Apps, Spiele etc. herunterzuladen. Überprüfen Sie alle Anwendungen selbst und verlassen Sie sich nicht allein auf die Altersempfehlungen der Hersteller oder Appstores.
Unsere Empfehlung: www.schau-hin.info und bestekinderapps.de

Tipp 6: Schutz vor Strahlung

Da die Gefahren der vom Handy ausgehenden Strahlung bislang nicht ausreichend erforscht sind, sollten Sie vorsichtshalber ein Headset anschaffen, mit dem Ihr Kind Gespräche ohne direkten Ohrenkontakt führen kann. Um die Gefahr von Gehörschäden zu verringern, braucht das Kind einen hochwertigen Kopfhörer. Schließlich können Sie auch schon beim Kauf des Geräts darauf achten, dass es einen möglichst geringen SAR-Wert aufweist, der für eine niedrige Strahlenbelastung steht.
Weitergehende Informationen dazu auf eltern.de