7 Tipps für den Besuch beim Kinderarzt


Vielen Kindern macht ein Arztbesuch Angst, und auch Sie sind in Ihrer Sorge um die Gesundheit Ihres Kindes vielleicht aufgeregt. Um den kleinen Patienten zu beruhigen, sollten Sie zunächst selbst versuchen, sich zu entspannen, um dann auch Ihrem Kind die Angst nehmen zu können. Kommen Sie vor dem Arzttermin einen Moment zur Ruhe, rufen Sie sich alle Ihre Fragen ins Gedächtnis und machen Sie sich einen ausführlichen Notizzettel, von dem Sie dann alle wichtigen Punkte durchgehen können.

1. Vorbereitung: Telefonat mit der Arztpraxis

Wenn Sie sich telefonisch einen Termin geben lassen, teilen Sie Besonderheiten gleich der Sprechstundenhilfe mit: Sagen Sie etwa, wenn Ihr Kind starke Schmerzen hat oder eventuell an einer ansteckenden Krankheit leidet, damit nötige Vorkehrungen getroffen werden können und Sie bei Bedarf ohne lange Wartezeit behandelt werden.

2. Informationen für den Arzt sammeln

Schreiben Sie auf Ihre Liste, welche Angaben der Arzt über den Krankheitsverlauf bekommen muss. Notieren Sie die einzelnen Symptome und seit wann sie bestehen, z. B. wann Ihr Kind Fieber bekommen hat und welche Temperaturen Sie gemessen haben, seit wann es an Durchfall leidet etc. Wenn Ihr Kind vorher schon von einem anderen Arzt behandelt wurde, schreiben Sie auf, welche Maßnahmen ergriffen und welche Medikamente verabreicht wurden. Legen Sie außerdem Impfpass, Allergiepass oder ähnliche wichtige Dokumente zusammen, die der Arzt vielleicht braucht.

3. Fragen und Antworten notieren

Schreiben Sie sich dann alle Fragen auf, die Sie dem Arzt stellen möchten. Während der Besprechung in der Arztpraxis ergänzen Sie sofort Ihre Notizen und schreiben Sie sich alle Antworten und Anweisungen für die weitere Behandlung dazu, damit Sie später nicht erneut nachfragen müssen.

4. Die Wartezeit verschönern

Bemühen Sie sich, Ihr Kind während der Wartezeit bei Laune zu halten und packen Sie dafür ein Spielzeug ein, mit dem es sich leise und auf begrenztem Raum beschäftigen kann, z.B. ein Bilderbuch, Stifte und Malbuch oder ein Hörbuch. Außerdem können ein Getränk und ein leckerer Proviant nicht schaden, mit dem Sie Ihr Kind belohnen können.

5. Die richtige Kleidung

Ziehen Sie Ihrem Kind möglichst bequeme Kleidung an, die es leicht an- und ausziehen kann. Bei einem Baby denken Sie auch an Ersatzwindeln und ein Handtuch.

6. Kinder mit dem Thema Arzt vertraut machen

Langfristig können Sie auf spielerische Art die Angst vor dem Doktor reduzieren, wenn Sie Ihr Kind mit einem Arztkoffer beschäftigen oder gemeinsam Patient und Arzt spielen. Kinder ab dem Kindergartenalter können den Sinn und die Notwendigkeit einer Behandlung in Ansätzen schon verstehen. Dieses Verständnis hilft ihnen, ihre Angst zu überwinden, weil sie sich nicht mehr einer abstrakten, unbekannten Gefahr gegenübersehen.

7. Mit gutem Beispiel vorangehen

Damit Arztbesuche für Ihr Kind ein ganz normaler Bestandteil des Lebens werden, nehmen Sie es am besten frühzeitig zu ihren eigenen Arztterminen mit. Sprechen Sie mit ihm ehrlich darüber, was es beim Arzt erwartet, und erzählen Sie von kleinen Pieksern durch Spritzen oder kurzen Schmerzen beim Zahnbohren, die Sie selbst erlitten haben. Bleiben Sie bei der Wahrheit und täuschen Sie das Kind nicht mit der falschen Versprechung, dass es schon nicht wehtun wird. Bereiten Sie es vielmehr darauf vor, dass es vielleicht Schmerzen spüren wird, die aber für die Heilung nötig sind und schnell wieder vergehen.

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