7 Gründe und Argumente gegen übertriebenes Impfen von Kindern


Seit dem 19. Jahrhundert setzt die Schulmedizin Impfstoffe ein, um Menschen vor der Ansteckung mit bestimmten Krankheiten zu schützen und Epidemien zu verhindern. Beim Impfen werden dem Patienten tote oder abgeschwächte, lebende Krankheitserreger gespritzt, um den Körper zu infizieren. Normalerweise kommt es nicht zu einem echten Krankheitsverlauf, allenfalls vorübergehendes Fieber, Rötungen und Schwellungen oder leichte Schmerzen um die Einstichstelle sind übliche Begleiterscheinungen beim Impfen. Der Körper erkennt die Angreifer und bildet Abwehrkörper aus, die dann über einen längeren Zeitraum vor der Infizierung mit den echten Erregern schützen sollen. Während manche Impfungen nur einmal im Leben nötig sind, müssen andere in regelmäßigen Intervallen aufgefrischt werden.
In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Eltern dürfen selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder lieber auf natürliche Weise mit Krankheitserregern in Kontakt kommen lassen, damit sie die nötigen Abwehrmechanismen selbst aufbauen können.

Impfen: Pro und Contra

Eltern stellt die Frage "Impfen oder nicht" unweigerlich vor ein Dilemma. Die wichtigsten Gründe gegen das Impfen:

  1. Impfungen können Gesundheitsrisiken bergen und eventuell schwere Folgeschäden verursachen.
  2. In Einzelfällen treten Allergien gegen bestimmte Impfstoffe auf, die ernste Konsequenzen haben können.
  3. Nicht immer ist heute schon bekannt, welche Langzeitwirkungen die jetzt eingesetzten Impfstoffe später entfalten werden.
  4. Studien über die Wirksamkeit und Zusammensetzung von Impfstoffen werden fast immer von Pharmakonzernen selbst finanziert, es fehlt an unabhängigen Untersuchungen.
  5. Wenn sich die körpereigene Abwehr nicht richtig entwickeln kann, wird ein geimpftes Kind im Erwachsenenalter häufiger von Krankheiten befallen und leidet stärker unter den Symptomen.
  6. Das Unterdrücken einer Erkrankung könnte zur Entstehung anderer chronischer Leiden führen.
  7. Der allgemeine Anstieg von Allergien könnte im Zusammenhang mit der ausgeweiteten Impfpraxis stehen.

Wer sein Kind allerdings nicht impfen lässt, muss damit rechnen, dass es sich mit einer Krankheit ansteckt, die eventuell schwerwiegend verläuft. Und schließlich bleibt die Verantwortung gegenüber der restlichen Bevölkerung: Womöglich infiziert das ungeimpfte Kind mit den bei ihm harmlosen Erregern alte, schwache oder schwangere Menschen, bei denen verheerende Folgen eintreten.

Eltern sollten sich daher genau informieren, welcher Nutzen und welche Risiken mit den einzelnen Impfungen verbunden sind, und sich nur auf die wirklich notwendigen Eingriffe beschränken.

Die empfohlenen Impfungen

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO), welche Schutzimpfungen Kleinkinder bis zum Alter von 24 Monaten bekommen sollten. Dazu gehören Impfungen gegen Rotaviren, Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Haemophilus influenzae Typ b (HIB), Kinderlähmung, Hepatitis B, Pneumokokken und Meningokokken C. Außerdem zählen Impfungen gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln und Windpocken dazu.
Einige der hier aufgeführten Krankheiten, wie Kinderlähmung oder Diphterie, sind in Deutschland praktisch ausgestorben. Da sie in anderen Teilen der Welt jedoch noch verbreitet sind und auch bei uns jederzeit wieder eingeschleppt werden können, sehen Mediziner weiterhin Handlungsbedarf.

Umstrittene oder unnötige Impfungen

Während einige Impfungen gegen schwere und oftmals tödliche Krankheiten, zum Beispiel gegen Meningokokken oder Tetanus, gemeinhin befürwortet werden, gibt es auch Impfungen, deren Vorteile weniger klar auf der Hand liegen.

Rotaviren etwa rufen starken Durchfall und Erbrechen hervor, fast immer werden die Betroffenen jedoch ohne medikamentöse Behandlung wieder gesund und erleiden keine bleibenden Schäden. Bei einer akuten Erkrankung muss der extreme Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, diese Behandlung kann aber jeder erfahrene Hausarzt übernehmen.

Impfungen gegen Grippe und Zecken sind für bestimmte Risikogruppen sicher sinnvoll, aber bei Kleinkindern im Normalfall noch nicht zwingend nötig. Gegen Zecken sollte sich unbedingt impfen lassen, wer in einem Risikogebiet wohnt oder dort Urlaub machen möchte und sich oft im Freien aufhält. Grippeimpfungen werden für Kinder und Jugendliche dringend empfohlen, wenn sie an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden oder eine angeborene Immunschwäche haben. Beim gesunden Baby sollten die Eltern selbst abwägen.

Die Windpockenimpfung ist neuerdings in die Kritik geraten, da ein Zusammenhang mit steigenden Gürtelrosenerkrankungen im Alter vermutet wird. Dies gilt nicht nur für die Geimpften, die nie mit echten Windpockenerregern in Kontakt gekommen sind, sondern auch ältere Menschen, die bereits als Kinder Windpocken hatten. Denn der dauernde Kontakt mit den Erregern soll permanent einen Schutzwall gegen die Gürtelrose-Infektion aufrechterhalten. Während die Windpocken meistens harmlos verlaufen, stellt die Gürtelrose eine erheblich höhere Gefahr dar. Wer sein Kind gegen Windpocken impfen lässt, sollte am besten gleichzeitig auch eine Impfung gegen Gürtelrose beim Kind und auch bei sich selbst vornehmen lassen.

Impfen einfach erklärt

Bildnachweis: CFalk / pixelio.de; Andreas Morlok / pixelio.de